Das Projekt MatrEx treibt die Entwicklung eines umweltfreundlichen und kosteneffizienten Verfahrens zur Herstellung von Elektroden für Lithium-Ionen-Batterien voran. Im Mittelpunkt steht dabei ein innovatives, lösungsmittelfreies Extrusionsverfahren, das den Einsatz des üblicherweise verwendeten und umweltschädlichen Lösungsmittels NMP vollständig überflüssig macht, das derzeit einen erheblichen Anteil an den Produktionskosten ausmacht und komplexe Trocknungsverfahren erfordert.
Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung von Materialien, Formulierungen und Produktionstechnologien, um eine effiziente und nachhaltige Herstellung von Hochleistungs-Batteriezellen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck werden neue Aktivmaterialien, PFAS-freie Bindemittel und maßgeschneiderte Elektrolyte untersucht. Parallel dazu wird ein durch künstliche Intelligenz gestütztes digitales Prozessmodell („Digital Twin“) entwickelt, um Optimierung und Innovation zu beschleunigen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der industriellen Skalierbarkeit: Die neu entwickelten Elektroden werden in modernen Zellenformaten wie Pouch-Zellen und zylindrischen 21700-Zellen demonstriert. Das Projekt leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Batterieindustrie und zur Förderung der nachhaltigen Transformation der Zellproduktion.